Eine Reise, die man nie wieder vergisst! Ein Bericht über Mariekes Erfahrungen.
Kühl dich nicht zu sehr aus“, sagt eines der festen Besatzungsmitglieder zu mir, und kurz darauf gehe ich hinein, nachdem ich noch schnell ein Foto von den Orcas gemacht habe, die schon fast eine halbe Stunde neben dem Schiff schwimmen. So steige ich hinunter in den Bauch des Schiffes, hinein in die wohlige Wärme. Innen ist das Schiff nicht besonders groß, aber angenehm warm. Und nicht nur das: Der Koch ist gerade mit dem Mittagessen beschäftigt. Heute gibt es eine reichhaltige Suppe und frisch gebackenes Zopfbrot – es duftet herrlich.
Wir sind unterwegs in die Arktis auf einem traditionellen Segelschiff. Schon lange hatte ich mich auf diese Reise gefreut, und nun ist es endlich so weit: Ich habe die Reise gebucht. Seit einigen Tagen segeln wir bereits in Richtung unseres Ziels, und alles verläuft reibungslos, denn der Wind steht günstig, und die Wellen sind, da wir dicht an der Küste fahren, nur sehr gering. Ich bin gespannt, was diese Reise für uns alle bereithält.


Erfahrung auf See
Die Offiziere des Segelschiffs sind erfahren und bestens für diese Arbeit ausgebildet. Bevor sie Offiziere wurden, haben sie bereits viele Tage auf See verbracht und verfügen neben dem theoretischen Wissen aus der Schule über Navigation, Wetterkunde, Segel, Takelung, Elektronik und Technik. Ein umfassendes Wissen und viel Erfahrung. Dennoch frage ich mich: Wie lernt man eigentlich, in die Arktis zu segeln? Ich frage den ersten Offizier.
Der erste Offizier, der übrigens eine Frau ist, antwortet auf meine Frage, dass es vor allem Erfahrung aus früheren Reisen und der Wissensweitergabe zwischen den verschiedenen Besatzungsmitgliedern ist. Dazu kommt das allgemeine Wissen, das sie an der Enkhuizer Seefahrtschule erworben hat. Die Reisen in die Arktis gehören zu ihren Lieblingsfahrten. Die weiten, kalten Gebiete mit oft intensiv klaren Himmeln und tiefen Fjorden sind einfach mehr als nur wunderschön – sie sind häufig noch unberührt.
Und die Kälte? frage ich. Ich war gerade draußen, und je länger wir segeln, desto näher kommen wir unserem Ziel – und desto weiter sinkt die Temperatur. Sie antwortet lachend, dass Kälte eine Emotion sei – ein Seemannsscherz, das ist mir klar. Dann wird sie ernster: „Man kann sich gut auf die Kälte vorbereiten: viele Kleidungsschichten, beginnend mit guter Thermounterwäsche. Aber neben der Kleidung ist es wichtig, gut auf sich selbst und die anderen an Bord zu achten. Nicht zu lange draußen bleiben, lieber öfter die Wachen wechseln. Gut essen, damit man genug Energie hat. Und die anderen hineinholen, sobald ihnen kalt wird. So wie du“, sagt sie mit einem breiten Lächeln und ihren feuerroten Wangen.
Vom Schiff aus in ein kleines Boot
Einige Stunden später, als wir dem Land näherkommen, bergen wir gemeinsam die Segel und fahren vorsichtig weiter unter Motor. Mehrere Besatzungsmitglieder stehen auf Ausschau nach Eisbergen. In der Bucht wird der Anker geworfen. Mir fällt auf, wie klar das Wasser ist! Wir riechen das Land – ein anderer Duft als der der See. Ganz besonders und beeindruckend. Die wunderschöne, unberührte Natur. Ich verliebe mich erneut.
Wir steigen mit einigen Personen in ein kleines Boot, im Fachjargon eine RIB, und fahren ans Ufer. Dort angekommen, laufen wir unter der Begleitung eines bewaffneten Besatzungsmitglieds ein Stück am Wasser entlang. Er ist unser Führer und erzählt uns alles Mögliche über das, was wir beim Gehen sehen und entdecken. Es ist also nicht nur ein Genuss, sondern auch eine sehr informative und lehrreiche Tour.


Warum eine Waffe dabei? Ganz sicher nicht gegen Kannibalen – das wäre wohl klar – aber Eisbären kommen in der gesamten Polarregion vor, und wir sind natürlich potenzielle Beute.
Mit einer Waffe kann man einen Eisbären vertreiben, und so sind wir hier auf der Insel als Gäste durch die Besatzung gut geschützt.
Da das Schiff, mit dem wir unterwegs sind, den größten Teil der Reise gesegelt ist, ist die Fahrt ziemlich nachhaltig. Das freut mich, denn obwohl ich diese wunderschöne Reise in diese abgelegene Ecke der Welt unternehmen möchte, finde ich es beruhigend, dass die Belastung für die Natur in diesem sensiblen Gebiet gering bleibt. An Bord des Segelschiffs sind wir weitgehend autark: Es gibt einen Wasseraufbereiter, der Koch backt Brot und bereitet die Mahlzeiten zu. Ganz ohne fossile Brennstoffe können wir an Bord nicht auskommen – sonst würde es zu kalt werden. Aber es tut mir gut zu wissen, dass der Verbrauch gering ist und zudem sorgfältig mit Abfall umgegangen wird.
Ich werde auf jeden Fall noch einmal fahren – und du?
Der blaue Himmel, das magische Eis und das Polarlicht. Fast unbewohnt und oft noch unberührt vom Menschen.
Schon seit Kindertagen faszinieren viele Menschen die Nord- und Südpolregionen – diese wunderschönen Gebiete am Ende unserer Erde. Sie sind einfach beeindruckend. Es gibt viele Möglichkeiten, diese Orte zu entdecken und zu erleben. Bei der Rederij van Linschoten gibt es spezielle Reisen in die Arktis. Eine Reise, die man nie vergisst! Ich werde auf jeden Fall noch einmal mitfahren.
Träumst du auch von einer Segel-Expedition in die Polarregionen? Die Rederij van Linschoten kann diese Träume wahr werden lassen – die Buchung verlief einfach, und alle meine Fragen wurden ausführlich und zügig beantwortet.